Auch so eine Leidenschaft von mir 😉

Teilen wir die Einschätzung, dass Radfahren eines der genialsten Dinge im Leben ist? Träumen Sie von einer Zukunft, in der es auf den Straßen jeder europäischen Stadt wie in Utrecht zugeht? Ist für Sie die beste Erholung irgendwo möglichst weit draußen in der Landschaft, auf zwei Rädern, zu finden? Dann könnte es sein, dass wir uns gut verstehen.

Ich bin dem Thema Radfahren seit vielen Jahren verbunden: als Tourenfahrer, als Stadtradler, Aktivist und neuerdings als Radfahrlehrer; in der Freizeit, ehrenamtlich und nebenberuflich. Hier beschreibe ich einige meiner Erfahrungen, Aktivitäten und Interessen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass ich bei Ihrem Projekt behilflich sein könnte, dann melden Sie sich bitte!

Blog
Mein persönlicher Blog, in dem ich schwerpunktmäßig meine Freizeit-Rad-Sachen verarbeite und dokumentiere, ist hier zu finden: twobiscuits.at.

Geschichte
In den Jahren 2002–2012 habe ich mich als Aktivist des Vereins ARGUS (heute Radlobby) für das Radfahren im Alltag/Radfahren als Mobilitätsmodus engagiert. Lokal in Graz, auf Landesebene in der Steiermark, dann auf Bundesebene im Bundesministerium; über den Dachverband ECF habe ich auch Kolleg:innen aus vielen anderen Ländern kennen- und etwas über die Situation des Radverkehrs in diversen Teilen Europas gelernt. Unter meine ehrenamtliche Aktivität in diesem Bereich habe ich zwar einen klaren Strich gezogen, aber eine gewisse Expertise bleibt. Von Themen wie Qualität von Radverkehrsinfrastruktur über Straßenverkehrsrecht bis hin zu transnationalen Vergleichen habe ich eine Ahnung. Ich will mich nicht als Topexperte für alles aufspielen. Aber manchmal ist ein im guten Sinne amateurhaftes Wissen, zB als User:in-nahe Sicht, brauchbar.

Ein Kompliment
Eines der nettesten Komplimente am Ende meiner aktiven Zeit charakterisierte mich als „in der Sache beharrlich, im Umgang verbindlich“. Ich hoffe, dass das zutrifft. Als Aktivist hat man oft die Aufgabe, gegenüber Politik, Verkehrsplanung und Verwaltung fordernd und sogar etwas polemisch aufzutreten. Persönlich habe ich aber die Welten, zum Beispiel die der Verkehrsplaner:innen und Jurist:innen, faszinierend gefunden – vielleicht ist jede Tüftelei innerhalb komplexer Rahmenbedingungen für mich anziehend 😅

Aktion Licht und Technik
Das Grazer Projekt, das jetzt als „Aktion Licht + Technik“ weitergeführt wird, habe ich 2007 (?) mit Unterstützung zuerst von der damaligen Verkehrslandesrätin, anschließend auch von der Stadt, in Kooperation mit der Polizei und dem Verein Bicycle, initiiert. Dabei werden an mehreren Abenden im Frühjahr und Herbst auf den Straßen von Graz Fahrräder auf ihre Ausrüstung kontrolliert, mit kleinen Belohnungen für jene, bei deren Fahrrädern nichts fehlt, und gratis bzw. günstigen Ergänzungen und Reparaturen von festgestellten Mängeln.

StVO-Ratgeber
In 2013, nach ein paar StVO-Novellen, habe ich für die Radlobby einen neuen StVO-Ratgeber entwickelt. Konzeption, Text, Grafik und Layout der ersten Ausgabe waren von mir. Es war eine spannende Übung darin, die teils komplizierte Materie (hoffentlich) richtig und zugleich verständlich und zugänglich zu erklären.

Radfahrlehrer
Im Jahr 2022 habe ich eine schöne nebenberufliche Möglichkeit gefunden, wieder etwas für das Radfahren zu tun: ich habe mich als „klima aktiv mobil Radfahrlehrer“ qualifiziert und arbeite jetzt saisonal im Projekt radfahrtraining.at an Grazer Volksschulen.
Diese Arbeit ist als didaktisch-pädagogische Aufgabe enorm spannend, vielschichtig und fordernd. Die Arbeit mit den Kindern macht mir sehr viel Spaß. Die im Team mindestens auch so viel: wir sind immer als Trainer:innenpaar im Einsatz, unterstützen und ergänzen einander, lernen viel voneinander, sprechen viele Dinge untereinander ab. Wir haben ganz unterschiedliche Hintergründe und tragen alle etwas zum gemeinsamen Stil bei. Da die Sicherheit und der gute Ablauf auch sehr vom Lokalwissen leben, bedeutet die Arbeit ein sehr genaues Kennenlernen der Viertel rund um die Schulen; somit ist sie ist also auch ein bisschen eine Liebeserklärung an die Stadt. Nicht zuletzt hat die Arbeit auch eine soziale Dimension. Wir erleben sowohl Kinder aus wohlhabenden Schichten, für die Radfahren auf der Straße als alltägliches Mobilitätsmittel selbstverständlich ist, als auch weniger privilegierte Kinder, die wenig Bezug zum Radfahren haben, oft genug kein fahrtüchtiges Rad besitzen oder gar nicht Rad fahren können – aber in den (zu wenigen) Stunden mit uns aufblühen und riesige Fortschritte machen. Alles in allem ein fantastischer Ausgleich zur Schreibtischarbeit.